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100 YEARS – 100 IDEAS AHEAD: PICARD blickt motiviert in die Zukunft

Ein Jahrhundert im Geschäft, ein weiteres im Visier: Wir, die Friedrich PICARD GmbH & Co. KG, Großhandel für Wälzlager und Lineartechnik, feiern unser 100-jähriges Jubiläum.

Als Familienunternehmen entwickelte sich das Großhandelsunternehmen PICARD von einem Mittelständler aus Bochum zu einem Hidden Champion der Wälzlager- und Lineartechnikbranche. Seit der Gründung 1922 bietet PICARD nicht nur eine Sortimentsbreite von 50.000 Artikeln, sondern auch zuverlässige und flexible Logistiklösungen, individuelle Kundenberatung und Zollabwicklung.

Unser Geschäftsführer Hans-Martin Reinhardt erzählt von seinen Anfängen im Business, den Herausforderungen der Branche, dem Segen der Digitalisierung und darüber, mit 36 Nationalitäten in eine gemeinsame Zukunft zu blicken.

Hallo Herr Reinhardt, erstmal Gratulation zum Jubiläum der Firma. Sie sind Geschäftsführer bei der Friedrich PICARD GmbH & Co. KG und damit sicher nicht erst neu dazugekommen – wie lange sind Sie schon bei PICARD?

Vielen Dank. Das stimmt. Ich habe schon vor langer Zeit meinen Weg zu PICARD gefunden und bereits 1984 mit meiner Ausbildung bei PICARD begonnen. Danach habe ich fünf Jahre lang berufsbegleitend BWL und Marketing studiert. Seit 2009 bin ich Geschäftsführer der Friedrich PICARD GmbH & Co. KG.

Wie wird man Geschäftsführer bei einem Hidden Champion wie PICARD?

Ich denke, dafür gibt es kein universelles Erfolgsrezept. Während meiner Ausbildung habe ich vor allem gelernt, wie wertvoll effiziente Zusammenarbeit und zielgerichtete Unternehmensführung ist. Und ich finde, das macht PICARD aus: Wir ziehen an einem Strang und versuchen, Probleme gemeinsam zu lösen. So kann ein Familienunternehmen zu einem Branchenspezialisten heranwachsen.

Das ist schön zu hören. Nun haben Sie erwähnt, dass PICARD ein Familienunternehmen ist. Können Sie uns mehr davon erzählen?

PICARD ist mittlerweile ein Familienunternehmen dritter Generation. Der Mensch und das Miteinander stehen im Mittelpunkt. Das ist gerade in unserer Branche von großer Bedeutung, um Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse zu verstehen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Was ist für Sie das Besondere an PICARD?

Ganz klar die Menschen. Ich habe das Gefühl, dass wir hier den Unternehmenswert leben. Wir versuchen gezielt Räume zu schaffen, in denen unsere Mitarbeitenden ihre Talente ausleben können. Und ich glaube, das gelingt uns ziemlich gut.

Wenn Sie von den besonderen Menschen in eurem Unternehmen sprechen: Wie sieht es denn bezüglich Nachwuchs und Ausbildung bei Ihnen im Betrieb aus?

Das Thema Ausbildung ist ein ganz Essenzielles, gerade in unserer Branche. Der Nachwuchs ist ja schließlich die Zukunft eines Unternehmens. Wir nehmen jedes Jahr Auszubildende auf und sind ständig auf der Suche nach Persönlichkeiten, die ambitioniert und dynamisch anpacken – und die sich mit uns weiterentwickeln möchten. Auf der anderen Seite lernen natürlich auch wir durch junge Menschen und ihre Perspektiven dazu.

Stichwort Dynamik: Wie verändert sich die Branche in Ihren Augen gerade?

Wälzlagergroßhändler wie wir müssen ihre Handelsstrukturen intensiv überdenken: Denn Anwender*innen haben heutzutage oft ein besseres Know-How als Händler. Um mit diesem Rollenwechsel umgehen zu können, müssen wir unsere branchenspezifischen Identitäten neu definieren. Dazu zählen Kernkompetenzen der Händler genauso wie die Identität des Fachhandels.

Das Motto Ihres Jubiläums ist „100 YEARS – 100 IDEAS AHEAD“. Was genau ist damit gemeint?

Dass wir auch nach 100 Jahren erst am Anfang unserer Entwicklung stehen. Wir erleben einen drastischen Zeitenwandel der digitalen Transformation und eine nie dagewesene Markttransparenz. Wenn wir jetzt nicht mit der Zeit gehen, dann wird es PICARD irgendwann nicht mehr geben. Und wir wollen ja noch weitere 100 Jahre am Markt sein.

Was sind Visionen, die Sie für Ihr Unternehmen haben?

Langfristig wollen wir ein unverzichtbares Bindeglied zwischen den Herstellern und dem technischen Fachhandel werden. Auch die Sicherung der Warenversorgung und die nachhaltige Deckung des Wälzlagerbedarfs sind zwei unserer Hauptziele. Sie sehen, es gibt nach wie vor Einiges zu tun.

Lassen Sie uns kurz über die Coronajahre sprechen: Was hat die Coronapandemie mit Ihnen gemacht? Vor allem in puncto Digitalisierung?

Gerade in Distanzgeschäften wie unseren war die Digitalisierung eine wahre Bereicherung. Digitale Vertriebswege haben mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert und verbessern unsere Geschäftsabwicklung enorm. Unsere Vision ist es, zukünftig noch weitere Geschäftsprozesse digital abzubilden. Ergo: Es hat sich viel getan.

Wie sieht es mit Themen wie Remote Work und Homeoffice aus? Hat sich auch da etwas geändert?

Oh ja. Da haben wir Einiges dazugelernt und uns an branchenübergreifenden Standards orientiert. Wir haben Dinge möglich gemacht, die vielleicht vorher nicht so gesetzt waren. Dennoch mangelt es uns ein wenig an konstanten sozialen Bindungen zu Kollegen im Homeoffice. Wir müssen alle wieder ein Stückchen näher rücken, nach diesen Monaten der Distanz. Das sehen wir auch als eine unserer Hauptaufgaben für die Zukunft: Unserer Mitarbeiterkultur auch ohne täglichen Direktkontakt aufrechtzuerhalten und einen gemeinsamen Wirkungsraum zu schaffen.

Sie haben gerade die Mitarbeiterkultur in Ihrem Unternehmen angesprochen: Ihr Team stammt aus 36 Nationen und berät in 19 Sprachen. Ist auch das ein Schlüssel zu mehr Weitsicht?

Ja, wir haben tatsächlich fast 300 Mitarbeitende aus 36 Nationen in 24 Sprachen, 19 davon im Verkauf und damit auch mit direktem Kundenkontakt. Ich glaube, das ist für jedes Handelsunternehmen ein Schlüssel zum Erfolg: Die Bereitschaft, sich für alle Kulturen und Sprachen zu öffnen und einen gemeinsamen Nenner zu schaffen. Genau diese kulturelle Diversität bringt ordentlich Zukunftspotenzial, das uns helfen kann, zu einem unverzichtbaren Logistiker für Wälzlager in Europa, oder vielleicht sogar weltweit, zu werden. Auf die nächsten hundert Jahre.